Klettern in wie bitte? Hundsmühlen? Nie gehört! Aber der Ort hat ja auch nur gut 3000 Einwohner und ist also etwas kleiner als Hondelage. Dafür gibt es dort aber ein großes Kletterzentrum, so eines wie in Braunschweig. Um dort pünktlich am Freitag um 9:00 Uhr hinzukommen, haben wir schon einen Tag vorher einen Zug um kurz nach 10 Uhr genommen. Der fuhr mit einmal Umsteigen bis Oldenburg. Vom Bahnhof sind wir per Stadtbus bis zu einer Schule mit einem sehr netten Schulleiter gefahren, Herr Nowak. Der begrüßte uns gleich mit einem typisch norddeutschen MOIN! und zeigte uns die gut durchlüftete Turnhalle, unser Schlafzimmer für die kommende Nacht. Natürlich sind wir nicht gleich schlafen gegangen. Es war ja gerade erst 15:00 Uhr. Alle haben erstmal ihre Betten auf den dicken Weichbodenmatten gebaut und dann haben wir die Umgebung erkundet. Wir wollten schauen, wo man morgens frühstücken und abends Pizza essen kann. War alles ganz in der Nähe. Jetzt wollten wir natürlich noch Hundsmühlen erkunden. Dafür fuhren wir nochmal 20 Minuten Bus und mussten zusätzlich 20 Minuten durch die Nachmittagshitze gehen. Die Kletterhalle erinnerte sehr an die Fliegerhalle in BS. Die Leute dort waren alle sehr nett und wir durften für ganz wenig Geld einen Tag vorher trainieren. Nur die Wettkampfrouten waren für uns natürlich tabu. Dafür gab’s so eine Art Spaghettiklettern, wie man auf den Fotos sehen kann. Sehr lustig für die Zuschauer. Nach 2 Stunden sind wir wieder zurück nach Oldenburg gefahren. Dann gab es noch eine Überraschung: Herr Heyer hatte Geburtstag und wir hatten kein einziges Geschenk für ihn. Dafür hat er jedem von uns 2 Riesenkugeln Eis ausgegeben. Super nett und passend zu dem warmen Wetter. Danach sind wir ins Eversten Holz gegangen und haben so eine Art Pacman gespielt, nur ohne Punkte sammeln. Man kann sagen, wir sind 2 Stunden gelaufen und gerannt in einem Wald mit vielen Wegen, Kreuzungen, Lichtungen und Abzweigungen. Der Wald ist mit 23 Hektar ungefähr 20 mal so groß wie der Schulhof der OBS. Es hat also ganz schön lange gedauert, bis die 5 Gespenster die 2 Pacmänner jeweils einkesseln konnten. Als es zu dunkel zum Weiterspielen war, sind wir wieder in die Turnhalle, haben mit Bällen herumgeschossen bis Herr Müller das Licht ausgeknipst hat. Spielverderber, es war doch erst halb 12!
Und dann kam der Freitagmorgen: Unsere Handywecker waren auf 7:15 Uhr gestellt, aber um 7:00 Uhr kam Herr Nowak mit einem freundlichen „Moin Jungs!“ und einem Tablett mit heißem duftenden Espresso in die Halle. Was für ein gelungener Start nach einer eher unruhigen Nacht! Eine dreiviertel Stunde später standen wir mit all unserem Gepäck zur Verabschiedung in seinem Büro, gaben den ausgeliehenen Schlüssel zurück und bedankten uns nochmal für so viel Gastfreundschaft. Weiter gings zum Bäckerei-Café, wo wir uns in nur 35 Minuten für den Wettkampf stärken konnten. Dann schnell mit all unserem Gepäck zur Bushaltestelle und um Punkt 9:00 Uhr waren wir wieder im Kletterzentrum. Jeder durfte 5 Mal klettern. Es gab 5 verschiedene Schwierigkeitsgrade. Je schwieriger die Route und je höher man kam, desto mehr Punkte konnte man erreichen. Am Besten war es natürlich, wenn man an der schwierigsten Route den Topgriff erreichte. Aber die hatte eine 7 als Bewertung, was bedeutete, dass die Griffe oft sehr klein und manchmal weit voneinander entfernt waren. Das schafft man eigentlich nur, wenn man sehr leicht ist, nicht zu klein und wenn man ausreichend vorher trainiert hat. Die leichteste Route war eine 3, aber die hat keiner von uns probiert, wir wollten ja auf dem „Treppchen stehen“, brauchten also viele Punkte. Das hat uns Herr Heise jedenfalls vor der Fahrt mit auf den Weg gegeben. Und natürlich hören wir immer auf das, was unser Konrektor uns sagt. Also sind wir alle erst ab Schwierigkeitsgrad 5 geklettert. Und, es hat sich ausgezahlt!! Alle 5 Schüler kamen in die Medaillenränge!
1x Bronze, 1x Silber, 3x Gold. Schon Bronze ist klasse, Silber war vom Punktestand ganz knapp am Gold vorbei und tatsächlich haben zwei den höchstmöglichen Punktestand von 210 erreicht, weil sie dreimal die 7er-Route bis zum Topgriff erreicht haben. Unglaublich. Habe ich noch etwas vergessen? Ach ja, die Kletterer heißen Dominik 10c, FeSchu 10c, Ioanni 10b, Marvin11j und Maxi10a. Einen großartig-grandiosen Glückwunsch euch Fünfen!
JM










