Das Kerncurriculum für den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung bezieht sich auf die Jahrgänge 1-9, d.h. die Primar- und Sekundarstufe I und ist in sieben Fachbereiche untergliedert:

  • Kommunikation / Deutsch
  • Mathematik
  • Sachunterricht.
  • Bewegung und Sport
  • Musik
  • Hauswirtschaft
  • Gestalten

(Für evangelische und katholische Religion gelten eigene Rahmenrichtlinien.)

Unterricht wird fachbereichsbezogen und fachbereichsübergreifend gestaltet. Er findet statt in Erlebnis- und Handlungseinheiten, Vorhaben, Projekten, Kursen, Lehrgängen oder Arbeitsgemeinschaften.

Um die unterschiedlichen Bedürfnisse und Entwicklungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen zu können, sind Aspekte der Individualisierung, der Lebensbedeutsamkeit und der Handlungsorientierung bei der Unterrichtsplanung grundlegend.

Vorrangige Berücksichtigung bei der Unterrichtplanung finden lebenspraktische Aspekte, die einen spezifischen Bereich im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung darstellen. Zu diesen Aktivitäten, die Schülerinnen und Schüler ausüben, um den (All-)Tag zu bewältigen, gehören:

  • Kommunizieren
  • Sich bewegen / Mobilität
  • Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten
  • Sich pflegen
  • Essen und Trinken
  • Ausscheiden
  • Sich kleiden ´
  • Ruhen und schlafen
  • Spielen
  • Geschlechterrollen und sexuelle Identität entwickeln
  • Für eine sichere Umgebung sorgen
  • An sozialen Bereichen des Lebens teilhaben (z.B. Wohnen, Freizeit, Öffentlichkeit)
  • Soziale Beziehungen entwickeln
  • Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen
  • Die Förderung dieser lebenspraktischen Aktivitäten wird von den Lehrkräften als
  • interdisziplinäre Aufgabe in allen Fachbereichen koordiniert.

Kompetenzen, die der Alltags- und Lebensbewältigung dienen, bedürfen der Förderung und Entwicklung durch pädagogische Maßnahmen ebenso wie durch medizinisch-therapeutische, pflegerische, technische, psychologische und soziale Unterstützung. Dies gilt im besonderen Maße bei Schülerinnen und Schülern, die aufgrund der Schwere ihrer Beeinträchtigung auf umfängliche Hilfen angewiesen sind.

Die Oswald-Berkhan-Schule entwickelt in Fachbereichskonferenzen unter Beachtung der rechtlichen Grundlagen und der fachbereichsbezogenen Vorgaben des Kerncurriculums einen schuleigenen Arbeits- und Verteilungsplan, der die Inhalte stufenbezogen und unter Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten festlegt.

Die ergänzenden Richtlinien für die Arbeit in der Sekundarstufe II sind mit der Einführung dieser Schulstufe 1994 erschienen. Es ist damit zu rechnen, dass sie in einigen Jahren von einem neuen Kerncurriculum abgelöst werden.

Jeder Schüler oder jede Schülerin durchläuft, unabhängig vom Grad und der Schwere der Behinderung, im Laufe der Schulzeit jede Schulstufe – von der Primarstufe über Sekundarstufe I zur Sekundarstufe

Kategorien: ZZZ_SPEICHER